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Skigebiet : Feldberg im Schwarzwald

Die Entscheidung für einen Skiurlaub im Schwarzwald fiel nicht des Skigebietes alleine wegen, sondern die Kinder gaben den Ausschlag, denn nicht weit weg ist der Europapark in Rust, der jetzt auch über Weihnachten und Neujahr geöffnet hat. Mit dieser Kombination kann man hervorragend Sport und Unterhaltung kombinieren, was einen abwechslungsreichen Urlaub garantieren sollte.


Nach umfangreicher Recherche fiel die Wahl auf ein Hotel in Titisee-Neustadt, das einmal dem bekannten Schauspieler Eddi Arendt gehörte, mit einer sehr persönlichen Atmosphäre und einer ausgezeichneten Küche.

Von Titisee-Neustadt kann man täglich bequem mit dem Ski-Bus hinauf zum Feldberg fahren, dessen Abfahrten nicht besonders schwer, aber auch nicht leicht sind. Also genau richtig für Kinder, die erste Erfahrungen im Jahr zuvor im Allgäu schon gesammelt hatten. Der Vorteil mit dem Bus ist auch das unendliche Parkplatzproblem am Feldberg. Das muss man sich wirklich nicht antun. Zudem, dass 50 Kilometer Pisten und 28 Liftanlagen mit einer einzigen Verbundkarte zu erreichen sind.


Wie viele andere Skigebiete auch, hat man sich am und um den Feldberg auf die Schneeunsicherheit eingestellt. Ohne Schneekanonen wäre über Weihnachten kein Skifahren möglich gewesen. Doch die Leute hatten hervorragende Arbeit geleistet. Weniger erfreulich ist das gastronomische Angebot an den Pisten. Der traditionelle Einkehrschwung ist nur in der Hütte an Seilbahn möglich und ständig überfüllt. Nicht anders sieht es im Hotel „Feldberger Hof“ aus.


Auf dem Gipfel des Feldbergs erwartet den Skifahrer ein herrlicher Ausblick über den Hochschwarzwald, und bei klarem Wetter kann man bis zu den Schweizer Alpen sehen. Es ist landschaftlich eine wunderschöne Gegend, die noch schöner ist, als man sie in der Fernsehserie „Schwarzwaldklinik“ dargestellt hat, und deshalb auch touristisch ein echter Magnet. Dies vor allem unterhalb des Feldbergs am Titisee. Man kann sich sich kaum vorstellen, wie viele unterschiedliche Kuckucksuhren es gibt. Was Erwachsene als Kitsch ansehen, ist für Amerikaner und Japaner wunderschön – und leider auch für Kinder. So wurde das Mitbringsel eine überbezahlte Uhr, aus der jede volle Stunde ein hölzerner Vogel schreit.

Rund um den Feldberg scheint alles etwas kleinbürgerlich. Es gibt nur das kleine Feldberg-Dorf mit einigen Läden und Kiosken, einigen Gaststätten und sonst nichts. Wer also einen gepflegten Aprés-Ski-Abend verbringen will, der ist hier völlig falsch. Es gibt kein Nachtleben, in der Feldberg-Region geht man um 22.00 Uhr zu Bett. Dies liegt auch daran, dass die Region aus vielen kleinen Ortschaften besteht, also kein Zentrum vorweisen kann wie beispielsweise Ischgl oder Garmisch.

Feldberg

Feldberg ©iStockphoto/bofotolux

Es ist auch davon abzuraten, mit Nicht-Skifahrern anzureisen, denn ein Alternativangebot zum Ski- und Snowboardfahren gibt es praktisch nicht. Einige mehr oder weniger gute Rodelbahnen und einige Winterwanderwege, das war alles, was man uns außer Skifahren angeboten hat.

Doch eines Tages kam der große Schnee, die Landschaft wurde noch schöner, und das Skifahren perfekt. Wie konnten sogar eine Pulverschnee-Abfahrt machen – und dies unter strahlend blauem Himmel. Jetzt war auch die nötige Pistenabwechslung möglich, die ein wirklich unbeschwertes Skifahren möglich machte. Jetzt waren auch alle Lifte in Betrieb, und sofort verkürzten sich die Wartezeiten. Es waren wirklich herrliche Tage, die die Alpen schnell vergessen ließen. Dann stand noch der Besuch im Europapark an. Dieser Park hat über die Feiertage alles aufgefahren, was Kinder, aber auch uns Erwachsene begeisterte. Wenn es nicht so weit von Titisee-Neustadt entfernt wäre, nicht ganz zwei Stunden, wir wären nochmals hin.

Doch auch der schönste Urlaub geht einmal zu Ende. Zusammenfassend kann man sagen, der Feldberg und seine Region ist ein ideales Skigebiet für Familien mit Kindern. Wenn ausreichend Schnee vorhanden ist, dann ist man im vielleicht schönsten Skigebiet der deutschen Mittelgebirge. Ein abendliches Vergnügen findet nicht statt, dafür sind die Preise für die Lifte in Ordnung, während die Gastronomie viel zu teuer ist.

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