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Skiurlaub in Neukirchen

Im Sommer 2005 kamen einige Mitglieder unseres Musikvereins auf die Idee, dass wir zwar schon viele Probewochenenden, Ausflüge zu befreundeten Kapellen oder Sommerwochenenden miteinander verbracht hatten, aber noch nie gemeinsam Skifahren waren. Deshalb planten wir für die erste Januarwoche 2006 einen gemeinsamen Skiurlaub in Neukirchen in Österreich.


Eine passende Unterkunft fanden wir für unsere doch recht große Gruppe (circa 30 Erwachsene und 10 Kinder) im Gasthof Venedigerblick in Neukirchen am Großvenediger. Das Haus bot uns neben unterschiedlich großen Zimmern für je zwei bis sechs Personen auch einen großen Gruppenraum und vor allem auch einen großen Essraum, denn gekocht wurde natürlich selbst! Nach unseren täglichen sportlichen Betätigungen konnten wir in der hauseigenen Sauna entspannen.

Für die vielen begeisterten Skifahrer und Snowboarder in unserer Gruppe bot die Ski-Arena Wildkogel unzählige Abfahrtsmöglichkeiten von leicht (für die Anfänger) bis knifflig (für unsere Profis, die auch mindestens fünf Stunden jeden Tag auf den Brettern standen). Nachmittags wurden wir mit dem Skibus bis direkt vor die Haustüre gebracht und viele nutzen auch die direkte Abfahrt von der Piste bis zum Haus.


Auch die Kleinen lernten hier zum ersten mal Mit den „viel zu langen Brettern“ auf dem Schnee entlang zu rutschen. Die Ski-Arena Wildkogel nennt sich selbst „das wahrscheinlich freundlichste Skigebiet Österreichs“ und hier konnten wir und vor allem unserer Familien voll zustimmen, denn die optimale Kinderbetreuung und Skischule verhalf auch den Eltern zu etwas freier Zeit und die Kinder konnten schon am Ende der Woche gemeinsam mit ihren Eltern die ersten Abfahrten wagen!


Natürlich ist bei einer so großen Gruppe nicht jeder ein begeisterter Abfahrtsläufer. Aber auch für die Langläufer unter uns wurde genug Abwechslung geboten, denn direkt neben dem Gasthaus konnte man in die gut ausgebauten Loipen steigen.

Neukirchen

Neukirchen ©iStockphoto/i_compass

Für die Snowboarder unserer Gruppe war es praktisch, dass die Zillertal Arena in Gerlos ebenfalls einfach mit dem Skibus erreichbar war. Denn dort konnten sie nicht nur viele neue Pisten befahren, sondern auch ihr Können im Snowpark beweisen. Zum Glück führten die Sprünge, Grinds und was man sonst noch alles mit einem Board anstellen kann zu keinen größeren Schäden. Das war auch gut, denn einer der Snowboarder war unser Koch! Vor allem die Kinder, aber ich muss gestehen, auch ich als eher Skianfängerin, freute mich auf „die wahrscheinlich längste Rodelbahn der Welt“ wie es im Prospekt schon so schön hieß. Statt zum Skifahren ging es nämlich einen Tag mit speziellen Rodelschlitten, die man an der Talstation leihen konnte, mit der Wildkogelbahn zur Schlittenpiste. Auch wenn wir den Startplatz zunächst nicht finden konnten („Wie, so weit noch?“ – „Das sind grad mal 200 Meter, Mensch!“) waren wir von der Rodelfahrt begeistert! 14 Kilometer lang und somit gut eine Stunde konnten wir mit unseren Schlitten gen Tal düsen.

Auch Ausflüge ins benachbarte Örtchen Bramberg konnten wir bequem per Ski- oder Postbus unternehmen. Und so besuchten wir auch das dort gelegene Hallenbad und bummelten durch den schönen Ortskern. Natürlich durfte bei allen Touren auch das Après-Ski (bzw. das Après-Schlitten?) nicht fehlen. Möglichkeiten hierfür gab es reichlich, sei es auf den gemütlichen Bergstationen oder in Neukirchen direkt. Aber auch unsere Unterkunft bot uns genug Platz für lange Tabu-, Gitarren- oder Kartenspiel-Abende. Für unseren Verein waren es fünf schöne Tage im Schnee, bei denen nicht nur ich besser Skifahren gelernt habe!

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