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Die Ausrüstung beim Skiwandern

Skiwandern lädt Sie ein, die Natur erst einmal so richtig kennenzulernen. Die tief verschneiten Wanderwege führen Sie durch abgelegene Wälder und Sie haben die Möglichkeit, vom stressigen Alltag mal so richtig abzuschalten. Doch es ist wirklich wichtig, dass Sie beim Skiwandern die richtige Ausrüstung haben und dass die passende Kleidung vor Nässe und Kälte schützt. Nur so macht diese Sportart Spaß und gute Laune.


Die Kleidung

Natürlich spielt die richtige Kleidung eine entscheidende Rolle, sie sollte Wind und Wasser fernhalten und für den Aufenthalt im Freien wirklich geeignet sein. Zugleich sollte sie genügend Stauraum bieten, Sie haben schließlich allerhand mitzuführen, um in jeder Situation gut ausgerüstet zu sein. Sie sollten immer einen Kompass bei sich tragen, dieser zeigt Ihnen auch in schwierigen Fällen die richtige Richtung an. Eine Schneebrille sollte ebenfalls zu Ihrer Ausrüstung gehören und entsprechendes Kartenmaterial ist quasi Pflicht. Auch wenn die Wanderwege gut ausgeschildert sind, können Sie ja auf eigene Faust die Natur erwandern und dabei öfter nachsehen, wo die nächste Abzweigung zu nehmen ist. Wenn Sie im Gebirge unterwegs sind, empfiehlt sich ein LVS-Gerät und eine Sonde, die Lawinengefahr ist nämlich nicht zu unterschätzen. Ein Erste-Hilfe-Paket sollte in jeder Tasche sein und eine Taschenlampe gehört praktisch zum Standard. Für diese Gegenstände muss Ihre Outdoor-Kleidung die passenden Fächer bieten, so haben Sie alles schnell zur Hand und der Rucksack kann für andere Dinge genutzt werden.

Außerdem muss die Wäsche atmungsaktiv sein, gerade bei sportlicher Aktivität kommen Sie schnell ins Schwitzen und die Kleidung muss das alles regulieren. Manche Hersteller bieten spezielle Hosen an, die eine besondere Belüftung haben. Gegen diese Hosen ist nichts einzuwenden, allerdings muss die Passform stimmen, sonst haben Sie nicht genügend Bewegungsfreiheit. Im Winter sorgt diese Hose zusätzlich für Wärme und in den Frühlingstagen kann dieses Kleidungsstück einfach weggelassen werden. Praktisch! Ist es wirklich kalt, empfiehlt es sich Wechselwäsche mitzunehmen, durchgeschwitzte Sachen müssen ausgetauscht werden.


Handschuhe sind Pflicht, sie sollten aber nicht zu stark gefüttert sein. Dass Sie eine Mütze tragen sollten, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Auch der Kopf will geschützt sein, Kälte und Neuschnee können ihm so nichts anhaben. Auch die Sonnenbrille sollte zum Einsatz kommen und eine Sonnenschutzcreme verhindert manchen Sonnenbrand.


Die Skier

Die Skier werden Sie an einen „normalen“ Langlaufski erinnern, wenngleich er leichter sein sollte und wesentlich kürzer. Bei der Abfahrt ist ein kurzer Ski wesentlich wendiger und beim Aufstieg mit den Skiern wird Ihr Gewicht minimiert. Den Herstellern ist es jedoch gelungen, den Ski immer leichter zu gestalten, Sie werden kaum bemerken, dass Ihre Füße einen Schneeschuh bewegen. Sie haben die richtige Größe gewählt, wenn Ihre Körpergröße etwa um 10 bis 15 Zentimeter unterschritten wird. Bei der Abfahrt im Tiefschnee werden Sie mit dem Touren-Ski nicht so leicht einsinken, die Kürze hat ihre Vorteile. Aber auch die Nachteile sollten erwähnt werden, auf der Skipiste hat der Ski für Skiwanderungen einen geringeren Fahrkomfort, er hat also als Abfahrtsski wirklich keine Chance. Aber dafür ist er sowieso nicht gedacht, er ist einzig und allein für das Skiwandern entwickelt worden. Sie sollten natürlich gut überlegen, für welches Einsatzgebiet der Ski tauglich sein muss. Aber am besten kaufen Sie einen Allrounder, der beim Aufstieg oder bei einer Abfahrt die optimale Leistung bringt.

Die Bindung

Ein besonders Augenmerk sollten Sie auf die Bindung legen, Sie muss sich leicht öffnen und lösen lassen. Schließlich wollen Sie bestimmte Strecken zu Fuß gehen und andere wiederum mit den Skiern zurücklegen. Die sogenannte Touren-Bindung erlaubt es, dass beim leichten Anstieg lediglich die Spitze an Ihrem Schneeschuh festgehalten wird, bei der Abfahrt jedoch zusätzlich die Ferse fixiert wird.

Die Skischuhe

Für eine Schneewanderung sollten die Schuhe natürlich leicht sein und mit einer rutschfesten Sohle ausgestattet sein. Die Skischuhe müssen gut passen, an keiner Stelle drücken und selbst bei langen Tragezeiten immer noch bequem sein. Dies stellen Sie nur fest, wenn die Schuhe schon bei der Anprobe längere Zeit getragen werden und wenn Sie darin gut laufen können. Natürlich müssen die Skischuhe aus gutem Material gefertigt sein, hier muss die Qualität wirklich stimmen. Auch wenn die Skischuhe ein paar Euro mehr kosten, sollten Sie besser zu einem erprobtem Schuh greifen, hier ist die Qualität einfach besser und auch das Material ist sehr widerstandsfähig.

Die Skistöcke

Teleskopstöcke sind hier wirklich zu empfehlen, Sie können die Länge auf Ihre Körpergröße genau einstellen. Achten Sie auch auf den Griff, er sollte dämpfen und isolieren. Ganz wichtig ist die Schlaufe, Sie sollten mit Ihrem Skihandschuh in die Schlaufe hineinschlüpfen. Auch schlichte Varianten sollten verstellbar sein und bei einer gehobenen Ausstattung trennt sich die ganze Schlaufe komplett vom Stock. Welchen Stock Sie wählen ist natürlich Ihre Sache, aber die Skistöcke sollten immer stabil, steif und trotzdem leicht sein.

Der Rucksack

Hier hat sich in letzter Zeit wirklich viel getan, längst ist der Rucksack nicht nur dazu da, um die nötigen Utensilien aufzunehmen. Vielmehr bietet er heute viel Komfort und vor allem Platz und die richtigen Materialien. Manche Modelle können sogar mit einem Lawinenairbag aufwarten, gerade im Gebirge ist dies sehr sinnvoll. Für eine Tagestour sollte der Tornister 20 bis 30 Liter aufnehmen können und auch mit Handschuhen bedienbar sein. Ein breiter Hüftgurt oder ein Tragegestell ist ebenfalls von Vorteil, Sie haben dann nicht die ganze Last auf den Schultern.

Skiwandern

Skiwandern ©iStockphoto/rcaucino

Die Verpflegung

Das Skiwandern erfordert viel Kraft und Ausdauer, deshalb ist die richtige Verpflegung sehr wichtig. Wenn keine Skihütten auf dem Weg liegen sind Sie ohne Getränke und feste Nahrung aufgeschmissen. Ein Heißgetränk in einer Thermosflasche wird in der kalten Winterlandschaft für gute Laune sorgen und Ihr Durst wird auch gelöscht. Feste Nahrung sollten Sie natürlich ebenfalls mitführen, aber sie darf nicht austrocknen und steinhart werden. Nehmen Sie Schokolade mit, sie sorgt für Energie und gibt Ihnen neuen Schwung. Gesünder sind jedoch Nüsse, Trockenobst oder gekochte Eier. Aber das ist Geschmackssache, für zwischendurch sind diese Lebensmittel alle geeignet.

Lassen Sie sich gut beraten, Ihr Sportgeschäft kennt sich mit der Ausrüstung für das Skiwandern bestens aus. Lassen Sie sich Zeit, Skier, Stöcke und die Bekleidung kosten schließlich eine Menge Geld und der Kauf muss bestens überlegt werden. Manche Geschäfte und die ortsansässigen Alpenvereine bieten die Ausrüstung auch zur Miete an, gerade bei Anfängern ist dies sinnvoll. Vielleicht ist das ja doch nicht der richtige Sport für Sie, also probieren Sie es erst einmal aus.

Oftmals wird von den Vereinen eine Mitgliedschaft vorausgesetzt, aber Sie haben den Vorteil, dass das Skiwandern wirklich gelernt werden kann und Sie diese Sportart von der Pike auf kennenlernen werden. Wenn Sie also überwiegend in heimischen Gefilden unterwegs sein wollen und noch Gleichgesinnte suchen, dann ist der Alpen- oder Heimatverein sicher die richtige Adresse.

Bekommen Sie jetzt keine Angst, aber Skiwandern kann tödlich sein! Bleiben Sie also immer auf den Wanderwegen, sie sind sicher und einfach zu erkunden. Auch sollten Sie immer in der Gruppe gehen, es wird Ihnen in allen Lebenslagen geholfen und es ist immer jemand da. Alleine sollten Sie sich nicht auf den Weg machen, es ist einfach zu gefährlich. In der Gruppe macht es ja auch mehr Spaß, schließlich wollen Sie die herrlich verschneite Natur genießen und den Alltag vergessen.

Skiwandern war früher eine Notwendigkeit, um sich durch die verschneiten Wälder überhaupt fortbewegen zu können. Heute aber ist Skiwandern „schick“, es ist eine Sportart, die Sie unbedingt erlernen sollten. Übrigens, die Wanderungen durch den Schnee sind auch für das fortgeschrittene Alter ein Erlebnis, allerdings sollten die Touren eher kurz sein und Sie sollten sich öfter mal eine Pause gönnen.

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