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Skicross – Die beste Linie zählt

Wenn vier Skifahrer gleichzeitig die Piste zwischen Steilkurven, Schanzen und Wellen runter rasen, handelt es sich um die neueste Disziplin bei den 21. Olympischen Winterspielen in Vancouver, die im Februar 2010 über die Bühne gehen: Skicross heißt dieses Spektakel, das bei seiner Premiere in Kanada mächtig für Aufsehen sorgt – denn bei dieser jungen, telegenen Disziplin ist immer was los auf der Strecke.

Skicross

Skicross @iStockphoto/malerapaso

Im Pulk der Konkurrenten

Beim Skicross gehen vier Rennläufer gleichzeitig auf die Strecke, die durch viele Kurven und Hindernisse äußerst anspruchsvoll zu bewältigen ist. Etwas über eine Minute dauert so ein Lauf über die rund 1000 Meter, bei dem es auch körperliche Positionskämpfe gibt. Nur die ersten beiden, die die Ziellinie überqueren, kommen in die nächste Runde – frei nach dem Motto: Weiter kommen oder raus fliegen.

Zwischen Schnelligkeit und Taktik

Viele Aktive sind ehemalige Fahrer aus den Ski-Weltcup-Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G. Doch schnell sein alleine genügt noch nicht: Wer beim Skicross gewinnen will, muss taktisch klug und mit viel Übersicht fahren. Das beginnt schon bei der Wahl der jeweiligen Startposition und Spur. Die Schnellsten der Vorläufe – der sogenannten Heats – werden gesetzt und dürfen sich die Spur für den nächsten Lauf wählen. Die direkteste Linie hat man zwar in der Streckenmitte, dafür kann man hier bei einem der zahlreichen Positionskämpfe aus der Bahn geworfen werden. Absichtliche Körperattacken, die den Konkurrenten im wahrsten Sinne hinauswerfen, sind nicht erlaubt.

Modus einer jungen Wintersportart

Im Zuge der ersten olympischen Teilnahme in Vancouver kämpfen 32 Fahrerinnen und Fahrer um die heißbegehrten Medaillen. Bei dieser Rennvariante, die Ende der Neunziger von den Snowboardern „abgeschaut“ wurde, kommen immer die ersten beiden von vier Läufern im K.-o.-Modus weiter, bis die jeweiligen Sieger im Finale triumphieren. Beim Worldcup in der Saison 2009 hat sich gezeigt, dass der olympische Streckenkurs – direkt am Hausberg von Vancouver gelegen – durch seine Steilheit extrem anspruchsvoll ist, und so den Sportlern alles abfordert.

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